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Zum Ende der Seite springen Eduard Zimmermann verstorben
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Petra_NRW
unregistriert
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Der Schrecken der Unterwelt – ZDF-Moderator Eduard Zimmermann gestorben

Die Fernseh-Legende Eduard Zimmermann ist tot. Der frühere ZDF-Moderator und Vater von „Aktenzeichen XY ... ungelöst" starb am Samstagmorgen nach langer Krankheit in München. Eduard Zimmermann wurde mit seinem TV-Klassiker zum Schrecken der Unterwelt – weit über die deutschen Grenzen hinaus

Gangstern und Ganoven brach wohl jedes Mal der kalte Schweiß aus, wenn er auf dem Fernsehbildschirm auftauchte – und das, obwohl der bebrillte Herr stets eine freundliche Miene präsentierte. Kein Wunder jedoch, denn Eduard Zimmermann wurde mit seinen TV-Klassikern „Vorsicht Falle“ und „Aktenzeichen XY... ungelöst“ zum Schrecken der Unterwelt – weit über die deutschen Grenzen hinaus. Die Aufklärung diverser Kriminalfälle geht auf das Konto hunderter Folgen des „Aktenzeichens“, das Zuschauer dazu brachte, die Ermittler auf eine heiße Spur zu setzen. Am Wochenende nun ist Eduard Zimmermann mit 80 Jahren in München gestorben.

Als Ganoven-Jäger brachte er es zu Ruhm, dabei bekannte er freimütig: „Ich war selbst ein Gauner.“ In den ersten Nachkriegsjahren schlug Zimmermann sich als „professioneller Dieb und Schwarzmarkthändler“ durch, wie er einst der „Bild“-Zeitung gestand und es später in seiner Autobiografie nachzulesen war. Die Polizei schnappte ihn demnach bei illegalen Schwarzmarktgeschäften in Hamburg und steckte ihn ins Gefängnis Fuhlsbüttel. Allerdings sei er bald wieder freigekommen, fügte er hinzu – als Brotausfahrer klaute er dann Brotmarken.

Auch im Ausland waren seine Aktivitäten nicht gerade blütenrein - wie er selbst schilderte: Im dritten Versuch gelang es dem 1929 in München geborenen Zimmermann Ende der 40er Jahre, illegal nach Schweden einzureisen. Dort verdiente er sein Geld als Vermessungsingenieur, zwar mit einem Praktikum in der Branche, doch ohne Abitur und Studium. Und mit falschen Papieren. Das schwedische Bauamt sei aber ganz zufrieden mit ihm gewesen, fügte Zimmermann hinzu.

Als freier Journalist geriet Zimmermann 1949 wegen eines Artikels in der damaligen Sowjetzone in Haft, 25 Jahre Haft in Bautzen lautete das Urteil wegen angeblicher Spionage für eine kapitalistische Zeitung. Doch nach viereinhalb Jahren kam er Anfang 1954 wieder frei. Wie ein zweiter Geburtstag sei das gewesen, erinnerte sich Zimmermann. In ruhigerem Fahrwasser arbeitete Zimmermann dann in Hamburg weiter als freier Journalist, kam über den Norddeutschen Rundfunk 1962 schließlich zum ZDF – und widmete sich fortan entschlossen dem Kampf gegen alles Kriminelle. So entwickelte er zunächst „Vorsicht Falle“, um Verbrechen vorzubeugen.

Den Durchbruch jedoch bescherte Zimmermann sein „Aktenzeichen“. Seit 1967 wurde es als Serie ausgestrahlt, rund drei Jahrzehnte – und genau 300 Folgen – lang mit Zimmermann als Moderator. Nach ZDF-Angaben von 2007 konnten dank „Aktenzeichen“ 42 Prozent der 3727 Verbrechen aufgeklärt werden, die in den 40 Jahren seit Start der Sendung dort vorgestellt wurden. Einen ersten Fahndungserfolg konnte Zimmermann schon 40 Minuten nach Ausstrahlung der ersten Folge verbuchen: Nach einem Zuschaueranruf ging den Ermittlern ein Straftäter ins Netz – in Bad Neuenahr beim Kegeln.

Rückblickend schrieb Zimmermann, er bereue seine Gaunerjahre nicht. Er sei der Beweis dafür, „dass man von der schiefen Bahn wieder runterkommt, wenn man will“. Mehr noch, wie ZDF-Intendant Markus Schächter am Sonntag erklärte: Zimmermann sei stets auf der Suche nach der Wahrheit und ein Verfechter umsichtiger und sorgfältiger Recherche gewesen. Der langjährige Moderator habe „maßgeblich“ dazu beigetragen, auch die Verbrechensopfer ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Zimmermann war es auch, der 1976 den Weißen Ring gründete, der Verbrechensopfer unterstützt.

Zimmermanns Tochter Sabine fasste das Leben ihres nach langer Krankheit gestorbenen Vaters am Sonntag so zusammen: „Bis 42 Stunden vor seinem Tod am Samstag war mein Vater zu jeder Minute in seinem Leben zufrieden.“



20.09.2009 22:33
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